Foto- und Videobudget 2027 planen: So holst du mehr aus jedem Franken

Kurz das Wichtigste

  • Oktober ist Budgetzeit. Wer jetzt plant, bucht im Frühling stressfrei und kann bündeln.
  • Fünf Mitarbeiterporträts im Studio kosten gebündelt rund die Hälfte von fünf Einzelterminen.
  • Bei drei oder mehr Aufträgen sind 5 bis 10 Prozent Rabatt möglich.
  • Budget verpufft selten beim Preis, sondern bei Vorbereitung, fehlendem Einsatzzweck, ungenutzten Bildern und fehlendem Konzept.
  • Content lohnt sich nur, wenn sein Nutzen vorher klar ist: mehr Vertrauen, mehr Information, mehr Kunden.
  • Ein KMU mit 25 Mitarbeitenden kommt mit rund CHF 9’000 bis 10’500 solide durchs Jahr.

Mal ehrlich: Das Foto- und Videobudget wird oft im Dezember noch schnell zusammengekratzt. Dabei ist es viel entspannter, jetzt in Ruhe zu planen. Laut dem Wyzowl-Report 2026 setzen 91 Prozent der Unternehmen auf Video, und 17 Prozent der Videomarketer wissen nicht mal, wie viel sie dafür ausgeben. Das wollen wir bei dir besser machen.

Was kostet was? Richtwerte für 2027

Alle Preise exkl. MwSt. Den genauen Betrag rechnest du mit dem Online-Preisrechner.

LeistungRichtwert
Mitarbeiterporträtsab CHF 29 pro Person (Saver, ab 10 Personen), Premium ab CHF 60
Image-Video Basicab CHF 2’500
Image-Video Standardab CHF 5’000
Image-Video Umfangreichab CHF 10’000
Social-Media-Video / ReelsCHF 800 bis 2’000
Corporate-Fotoshooting, ganzer Tag, inkl. Bildbearbeitungca. CHF 2’700 bis 3’000
Content-Day (ganzer Tag, Foto und Video)CHF 3’000 ohne Editing, CHF 4’000 bis 5’000 mit Editing mehrerer Reels
EventfotografieCHF 200 pro Stunde, plus CHF 100 pro Fotostunde für Bildauswahl und Optimierung, plus Weg

Wo stehen wir im Markt?

Fairness gehört dazu, deshalb ehrlich: Wir sind weder der günstigste noch der teuerste Anbieter. Beim Image-Video spielen wir mit dem Basic-Paket im Bereich der günstigeren Anbieter mit, das Standard-Paket liegt im üblichen Mittelfeld, und «Umfangreich» startet am unteren Rand des Premium-Segments. Eine Orientierung zu Imagefilm-Preisen in der Schweiz findest du auch bei uftritt.ch.

Bei Corporate-Fotografie bewegen wir uns im oberen Preissegment. Dafür bekommst du ein Gesamtpaket mit Erfahrung, Team und Bildbearbeitung. Bei Mitarbeiterporträts in Gruppen sind wir dank effizienter Abläufe bewusst günstig.

Sieben Fehler, bei denen Budget verpufft

1. Zu wenig Vorbereitung

Der Klassiker: Alle sind motiviert, aber niemand weiss, wer wann dran ist, was man anzieht oder was im Interview gefragt wird. Das kostet Zeit, Nerven und manchmal einen Nachdreh. Schon eine halbe Stunde Vorbereitung bringt viel:

  • Ziel und Einsatzort der Bilder oder Videos klären
  • eine feste Ansprechperson bestimmen
  • Terminliste mit Zeitfenstern an alle Beteiligten schicken
  • Outfit-Tipps und Interviewfragen vorab verteilen

2. Alles einzeln buchen statt bündeln

Der teuerste Fehler, und er lässt sich sogar rechnen. Nach unserer Preisliste kostet ein Saver-Porträt im Studio CHF 99 als Einzelperson, bei 3 bis 5 Personen CHF 49 pro Kopf.

5 neue MitarbeitendeKosten
5 EinzeltermineCHF 495
1 SammelterminCHF 245

Beim Shooting vor Ort kommt pro Termin noch eine Pauschale von CHF 100 für Vorbereitung und Aufbau dazu, plus Wegzeit. Plane deshalb ein bis zwei Sammeltermine pro Jahr für Nachzügler. Das Gleiche gilt für Aufträge: Wenn Porträts, Testimonials und Recruiting-Video am selben Tag im Betrieb entstehen, sind bei drei Aufträgen 5 bis 10 Prozent Rabatt möglich.

Drei Mitarbeitende in einheitlichen blauen Polos, fotografiert im gleichen Look
Ein Termin, ein Look: Gebündelt wirkt das Team einheitlicher und kostet weniger.

3. Video ohne klaren Einsatzzweck

«Ein Imagevideo für alles» läuft am Ende nirgends richtig. Kläre vor dem Dreh: Wo wird das Video gezeigt, wie lang darf es sein, wer schaut zu? 71 Prozent der Marketer halten Videos zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten für am wirksamsten. Plane Kurzversionen und Hochformat gleich mit ein. Welche Videos sich wirklich lohnen, erfährst du in unserem Beitrag Welche Unternehmensvideos nützen wirklich etwas?

4. Feedback in Einzelteilen

Fünf Leute, fünf Meinungen, fünf Korrekturschlaufen: Jede Runde kostet Schnittzeit. Bestimme eine Person, die intern alle Rückmeldungen sammelt und gebündelt weitergibt. So bleibt der Videoschnitt schlank, und das Ergebnis wird erst noch besser.

5. Bilder bezahlt, aber nie eingesetzt

Die Fotos liegen im Download-Ordner, und auf der Website lächelt noch der Kollege von 2019. Das ist bezahltes Material ohne Gegenwert. Tausche aus, direkt nach der Lieferung:

  • Website (Team- und Kontaktseite)
  • LinkedIn-Profile
  • E-Mail-Signaturen
  • Stelleninserate und Präsentationen

Welche Variante zu dir passt, zeigt dir Mitarbeiterfotos für KMU.

6. Der falsche Ort

Studio oder vor Ort? Im Studio sind Licht und Look neutral und jederzeit reproduzierbar, ideal für Nachzügler. Vor Ort sparst du bei grossen Teams Arbeitszeit, bezahlst aber Aufbaupauschale und Weg. Für 3 Personen lohnt sich meist das Studio, für 25 oft der Besuch im Betrieb.

7. Das falsche Konzept: Content ohne definierten Nutzen

Bevor du Geld für Bilder oder Videos ausgibst, beantworte eine Frage: Was soll das Material bewirken? Für ein Unternehmen ergibt Content nur dann Sinn, wenn sein Nutzen klar ist. Er soll Vertrauen aufbauen, informieren und dir am Ende mehr Kunden bringen.

Bei Produktfotos und Produktvideos ist es noch konkreter: Das Produkt muss sich damit besser verkaufen lassen. Bleibt der Absatz trotz schöner Bilder gleich, ist entweder das Mittel falsch oder das Konzept, wie du Bilder und Videos einsetzt. Dann hilft auch die beste Produktion nicht.

Kläre deshalb zuerst:

  • Wer soll das sehen, und was soll diese Person danach tun?
  • Was braucht sie für ihre Entscheidung: Vertrauen, Information, Beweise?
  • Wo trifft sie dich: Website, LinkedIn, Shop, Stellenanzeige?
  • Woran erkennst du, dass es wirkt: Anfragen, Bewerbungen, Verkäufe?

Erst danach produzierst du den richtigen Content an der richtigen Stelle. Das spart oft mehr Geld als jeder Rabatt. Wie du Bilder und Videos für Social Media gezielt einsetzt, liest du in Social Media Bilder und Videos 2026: 6 Grundsätze. Für Shops findest du die Grundlagen bei der Produktfotografie.

Produktfoto: Verpackungsschachteln auf blauem Hintergrund
Schöne Produktbilder sind nur dann Geld wert, wenn sie beim Verkaufen helfen.

Beispiel: Jahresplan für ein KMU mit 25 Mitarbeitenden

Das ist eine Beispielrechnung und eine gute Basis. Je nach Umfang lässt sie sich ausbauen. Alle Preise exkl. MwSt.
LeistungBetrag (CHF)
Neue Porträts aller Mitarbeitenden, plus laufend 2 bis 5 neue pro Jahrca. 2’000
2 Testimonial-Videos à 1’500 bis 2’0003’000 bis 4’000
1 Recruiting-Video3’000
1 Employer-Branding-Fotoshooting2’000
Total10’000 bis 11’000
Mit 5 bis 10 % Rabatt bei Bündelungca. 9’000 bis 10’450

Das Recruiting-Video ist keine Spielerei: Laut Bundesamt für Statistik arbeiteten im zweiten Quartal 2026 knapp 34 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen, die Mühe hatten, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Mehr zum Thema auf Testimonial & Recruiting Video.

Checkliste: Dein Budgetplan 2027

  • Nutzen definieren: Was soll der Content bewirken, und wo wird er eingesetzt?
  • Bestandsaufnahme: Welche Bilder und Videos sind veraltet?
  • Ziele festlegen: Recruiting, Verkauf, Image?
  • Mitarbeiterporträts als Sammeltermin planen
  • Aufträge bündeln und Rabatt anfragen
  • Einsatzzweck und Länge jedes Videos klären
  • Interne Ansprechperson für Feedback bestimmen
  • Event-Termine früh melden
  • Plan, wo die neuen Bilder eingesetzt werden

Häufige Fragen

Wie viel Budget sollte ich für Firmenfotos und Videos einplanen?

Das hängt von Zielen und Umfang ab. Für ein KMU mit 25 Mitarbeitenden ist ein Jahresbudget von rund CHF 9’000 bis 10’500 eine realistische Basis. Laut Wyzowl gibt knapp die Hälfte der Marketer ein Drittel ihres Budgets oder weniger für Video aus.

Sind die Nutzungsrechte im Preis enthalten?

Für Website, Social Media, Editorials und Präsentationen ja. Für Kampagnen oder spezielle Nutzung klären wir das in der Offerte.

Wann bekomme ich Rabatt?

Wenn mehrere Aufträge zusammen geplant werden, zum Beispiel Porträts, Video und Testimonials, sind 5 bis 10 Prozent möglich.

Fazit: Jetzt planen, später entspannt produzieren

Gutes Budget heisst nicht mehr Geld, sondern weniger Reibungsverluste: erst den Nutzen klären, dann bündeln, vorbereiten und die Bilder tatsächlich einsetzen.

Rechne dein Projekt gleich durch oder schreib uns, was du 2027 vorhast. Wir planen gemeinsam einen Jahresplan, der zu deinem Betrieb passt.

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Fotograf mit Oberstufenlehrer Studium
28

Jahre Berufserfahrung in

Videoproduktion und Fotografie